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{{Infobox ICD
|01-CODE= B99
|01-BEZEICHNUNG= Sonstige und nicht näher bezeichnete Infektionskrankheiten
}}

Eine '''Infektionskrankheit''', '''Infektionserkrankung''' oder '''Ansteckungskrankheit''' (auch '''ansteckende Krankheit''') ist eine durch (, oder ) hervorgerufene bei Menschen, Tieren oder Pflanzen. Sie ist aber nicht einer gleichzusetzen, da nicht jede Infektion zwangsläufig zu einer Erkrankung führt.

Infektionskrankheiten zeigen ein breites Spektrum von und en. Diese sind für den Erreger oftmals spezifisch. Sie können hochakut in wenigen Tagen entstehen oder sich über Wochen, Monate und manchmal Jahre hinweg langsam entwickeln. Es gibt lokalisierte ? also auf konkrete Körpergebiete beschränkte ? und generalisierte Infektionskrankheiten. Einige laufen bei einer nicht immungeschwächten Person nahezu unbemerkt ''(inapparent)'' ab oder äußern sich nur in leichten, unspezifischen Störungen des Allgemeinbefindens, oder bis hin zu hochgradiger Erschöpfung (Prostration). Andere Krankheiten entwickeln ein hochdramatisches Krankheitsbild. Auf diese meist schwer verlaufenden, Infektionskrankheiten reagiert der Körper mit einem als bezeichneten Reaktionsmuster, zu dem , beschleunigter Puls, erhöhte Atemfrequenz, auch Durst und Ruhebedürfnis gehören. Tödliche Ausgänge beruhen meist auf einem Kreislaufversagen.

Ausschlaggebend für den Verlauf und die einer Infektionskrankheit ist die Fähigkeit des s, den Erreger zu . Die Medizin hält für viele erregerbedingte Krankheiten spezifische Gegenmittel bereit ( gegen Bakterien, gegen Pilze und gegen Viren). Gegen einige Erreger gibt es die Möglichkeit der vorbeugenden . Aber auch heute können manche Infektionskrankheiten nicht definitiv geheilt werden.

Mit den grundsätzlichen Mechanismen von Infektionen und Infektionskrankheiten (wie , , und ) befassen sich die , die und die . Behandelt werden Infektionskrankheiten von der .

Geschichte

Äußerlich sichtbare Verletzungen werden schon seit der Jungsteinzeit erkannt und behandelt. Bei inneren Erkrankungen oder n ohne erkennbare Ursache suchte man übernatürliche Quellen und betrachtete sie als Werk erzürnter Götter. Die Heilungsversuche konzentrierten sich daher auf Beschwörungen, Gebete und Opfergaben.

Durch die (Hrsg.): ''Stumme Zeugen ihrer Leiden. Krankheiten und Behandlung vor der medizinischen Revolution.'' Attempto-Verlag, Tübingen 1996, ISBN 3-89308-258-1, S. 65?89.</ref>

 (460?377 v. Chr.) gilt als Begr�nder der Lehre von den , den giftigen Ausd�nstungen des Bodens, die mit der Luft fortgetragen und so zur Weiterverbreitung von Krankheiten beitragen sollten. Gemeinsam mit der Miasmentheorie wuchs auch das Wissen um die . Die �bertragung eines unbelebten Stoffes von einem kranken auf einen gesunden Menschen sollte die Krankheit zum Ausbruch bringen.

Die Idee von lebenden Krankheitserregern taucht erstmals im 1. Jahrhundert v. Chr. auf. (geb. 116 v. Chr.) meinte, dass die Luft der Sümpfe verderblich sei, weil sie von winzigen Tierchen geschwängert wäre, die in die Nase, in den ganzen Körper eindrängen. Erst durch die Erfindung des s gelang der direkte Nachweis. (1632?1723) fand, dass die Puppen der Flöhe von winzigen Milben angegriffen werden. Der Jesuit (1601?1680) veröffentlichte die Entdeckung massenhaft kleinster Würmer, die er in der Luft, im Wasser, im Boden, in Milch, Käse, faulen Pflanzenteilen sowie im Blut und im Eiter Pestkranker gefunden hatte. Die Bedeutung der Mikroorganismen als Krankheitsverursacher blieb jedoch noch verborgen. Diese Rolle wurde erstmals im 19. Jahrhundert bei einer durch das Bacterium prodigiosum ('''') hervorgerufenen ?Speisekrankheit? erkannt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts befand sich der Disput zwischen den zwei medizinischen Schulen in einer Hochphase. Auf der einen Seite standen die , die die Auffassung vertraten, Krankheiten könnten durch kleine lebende Erreger übertragen werden, auf der anderen Seite die , die weiterhin Miasmen als Ursache von Seuchen ansahen. Durch die Forschungen von und konnten die Kontagionisten diese Auseinandersetzung mit der Bestätigung ihrer Annahmen beenden. Pasteur entdeckte die bakteriologischen Ursachen von und . Zudem konnte er gängige Vorstellungen von experimentell widerlegen.

In den haben Infektionskrankheiten stark an Bedeutung verloren. Hauptgrund dafür sind ein verändertes Gesundheitsbewusstsein, , Reihenimpfungen und ein Repertoire von potenten Gegenmitteln. Weltweit stellen sie aber trotzdem noch die häufigste dar. Während die in den 70er Jahren ausgerottet werden konnten und die Eliminierung der in den nächsten Jahren erwartet wird, sind Infektionskrankheiten wie und Tuberkulose weltweit weiter auf dem Vormarsch.

Seit 1972 wurden folgende Erreger von Infektionskrankheiten neu erkannt:
  • 1972 ''Small round structured viruses'' (SRSVs) jetzt: , ()
  • 1973 ? Durchfall (weltweit)
  • 1975 ? Durchfall
  • 1975 ? Erythema infectiosum; aplastische Krise bei chronischer hämolytischer Anämie
  • 1976 '''' ? Akute
  • 1977 ? Ebola-hämorrhagisches-Fieber
  • 1977 '''' ?
  • 1977 ? mit renalem
  • 1977 spp. ? Durchfall
  • 1980 (HTLV-1) ? /Lymphom;
  • 1982 (HTLV-2) ? neurologische Erkrankungen?
  • 1982 '''' ?
  • 1983 (HIV-1) ? Erworbenes Immundefizienzsyndrom ()
  • 1983 '''' O157 () ? Diarrhoe; hämorrhagische Kolitis; Hämolytisches urämisches Syndrom
  • 1983 '''' ? Gastritis; gastrische Ulcera; erhöhtes Risiko des gastrischen Karzinoms
  • 1988 (HHV-6) ? (= Exanthema subitum, Roseola infantum)
  • 1989 '''' spp. ?
  • 1989 (HCV) ?
  • 1989 ? Venezolanisches hämorrhagisches Fieber
  • 1990 ? Exanthema subitum;
  • 1990 (HEV) ?
  • 1992 ''
  • 1992 '''' ? ;
  • 1993 ? (?Four corners disease?)
  • 1993 sog. (HGV) jetzt ? kein Krankheitswert
  • 1994 ? Brasilianisches hämorrhagisches Fieber
  • 1994 (HHV-8) ? ; primäres der Körperhöhlen;
  • 1994 , (früher ) ? ;
  • 1996 protein ? n (TSE)
  • 1997 ? neue aviäre Variante (Hongkong)
  • 1997 sog. Transfusion-transmitted virus (TTV) jetzt: ? keine Erkrankung
  • 1998 ? Enzephalitis
  • 2003 (SARS-CoV) ? (SARS)
  • 2020 ?

Auslöser von Infektionskrankheiten

Das die Krankheit auslösende Agens, der Krankheitserreger, ist bei den Infektionskrankheiten in der Regel ein parasitärer oder ein . Demzufolge wird der Erkrankte auch als bezeichnet.
  • Am weitaus häufigsten sind einzellige der unterschiedlichsten Gruppen. Mit ihnen befasst sich die . Bakterielle Erkrankungen sind zum Beispiel die typische , , , , , , , , , und etliche andere.
  • werden als bezeichnet und in der erfasst. Zu den von ihnen hervorgerufenen Krankheitsbildern gehören , und die tropische .
  • Pathogene sind der Gegenstand der klinischen , diese können als einzellige oder als Mehrzeller auftreten. und sind Beispiele für .
  • Mit den höher entwickelten krankheitsverursachenden Gewebetieren wie n (zum Beispiel bei der ) oder beschäftigt sich ebenfalls die Parasitologie.
  • Einige wenige einzellige n können ebenfalls Infektionen auslösen. Am bedeutendsten darunter sind die , die Erreger der .
  • sind ein Sonderfall, da sie nur einige Merkmale von Lebewesen aufweisen, sie werden daher anders klassifiziert. Mit ihnen befasst sich die . Viruserkrankungen sind die klassischen en ebenso wie der , , , und .
  • Schließlich gibt es auch Krankheitserreger, die keine Erbinformationen in Form von .

Die Gefährlichkeit einer Infektionskrankheit ist abhängig von der so genannten des Erregers. Ob und in welcher Schwere eine Infektion auch zu einer Infektionskrankheit führt, hängt neben vielen anderen Faktoren von der Zahl der aufgenommenen Erreger (minimale ) ab.

Infektionsmöglichkeiten und Übertragungswege

Grundsätzlich unterscheidet man unter Superinfektion eine erneute Infektion mit demselben Erreger bei noch bestehender Primärinfektion und unvollständiger Immunität.

Unterscheidung nach Infektionsverlauf

transiente Infektion
siehe Artikel .
persistente Infektion
siehe Artikel .

Unterscheidung nach Herkunft der Erreger

Eine endogene Infektion ist eine Infektion bei geschwächtem durch die körpereigene, normalerweise völlig harmlose Flora in Form eines Erregereinbruchs z. B. auf der Haut oder aus Magen, Darm und Lunge in den eigenen Körper (wie eine Wundinfektion durch eigene ). Diese Erreger sind fakultativ pathogen (d. h., dass sie nur unter solchen Bedingungen Krankheitszeichen hervorrufen). Die exogene Infektion ist eine Infektion durch Infektionserreger aus der Umgebung. Ein Sonderfall der exogenen Infektion ist die , die im Krankenhaus, in einer Arztpraxis oder einer anderen medizinischen Einrichtung mit einem vergleichbaren Keimspektrum erworben wurde. Derartige Infektionen zeichnen sich dadurch aus, dass die typischen bakteriellen Erreger aus dem Bereich Arztpraxis oder Krankenhaus ? wie beispielsweise  ? häufig eine hohe gegenüber gebräuchlichen zeigen. Um der Zunahme der Resistenzen Einhalt zu gebieten, wurden viele Krankenhäuser inzwischen verpflichtet, Präventionsmaßnahmen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen umzusetzen. Als wird die durch unbeabsichtigtes Einbringen von Krankheitserregern bei der Durchführung medizinischer Eingriffe, sei es durch einen Arzt oder anderes medizinisches Fachpersonal, beim Personal selbst oder dem Patienten verursachte Infektion bezeichnet.

Vier bedeutende Infektionswege werden bei der exogenen Infektion unterschieden: über e in der Luft, oder en (zum Beispiel fäkal-oral), durch Geschlechtsverkehr, Blutkonserven oder verunreinigte Injektionskanülen und schließlich durch sogenannte (Überträger, beispielsweise ) verbreitete Infektionen.

Direkte Infektionen geschehen von Mensch zu Mensch ohne Zwischenschritte, indirekte Infektionen benötigen einen Überträger zwischen den Wirten, das können die genannten Insekten, Trinkwasser, Nahrung oder gemeinsam benutzte Gegenstände sein. n sind Infektionskrankheiten, die auch oder sogar hauptsächlich bei Tieren vorkommen und von diesen direkt (Kontakt) oder indirekt (z. B. über Kuhmilch) auf den Menschen übertragen werden.

Unterscheidung nach Eintrittspforte der Erreger

Enterale Infektion

Eine enterale Infektion ist eine Infektion, bei der die Krankheitserreger über den Darm als Eintrittspforte in den Organismus eingedrungen sind. Der gesamte (Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen und der gesamte Darm) wird als das Innere eines Tunnels betrachtet, das selbst nicht zum Körperinneren gezählt wird. Der exakte Ort, an dem die Infektionserreger in das eigentliche Körperinnere eindringen, gilt als Eintrittspforte.

fäkal-orale Infektion
Erreger aus dem Darm oder aus Fäkalien gelangen durch den Mund in den Organismus, z. B. durch verunreinigtes Trinkwasser.

Parenterale Infektion

Bei dieser Infektionsart handelt es sich im ursprünglichen Sinn um eine Infektion, bei der die Krankheitserreger '''nicht''' über den Darm in den Organismus eingefallen sind. Im medizinischen Sprachgebrauch wird parenteral gleichbedeutend mit ?direkt ins Blut? verwendet. Es werden hierbei noch folgende weitere Infektionswege abgegrenzt:

perkutane Infektion
Die Erreger gelangen über die Haut in den Organismus.
permuköse Infektion
Die Erreger gelangen über die Schleimhäute in den Organismus.
Inhalationsinfektion
Die Erreger gelangen über die Atemwege in den Organismus.
urogenitale Infektion
Die Erreger gelangen über den Harntrakt in den Organismus.
genitale Infektion
Die Erreger gelangen über die Geschlechtsorgane in den Organismus.
intrauterine Infektion
Die Erreger gelangen während der Schwangerschaft in den Körper des ungeborenen Kindes.

Unterscheidung nach Ausdehnung der Infektion

Bei einer verbleiben die Erreger dort, wo sie den Körper zuerst infiziert haben (Eintrittspforte). Sie verursachen nur an dieser Stelle Symptome, ohne sich im Organismus weiter zu verteilen. Unter einer versteht man eine Infektionskrankheit, bei der die Erreger sich zuerst an einer Eintrittspforte (z. B. im Darm) vermehren und dann über das Blut zu ihren eigentlichen Manifestationsorganen gelangen. Das sind oft die Leber (mit Schwellung der Leber), Milz (mit ), lymphatische Organe, die Haut oder das Nervensystem. An der Eintrittspforte sind die Erreger dann nicht mehr nachweisbar. Bei einer () tritt nach einer räumlich begrenzten Erregerübertragung durch Bakterien, besonders durch , nachfolgend eine (sekundäre) Erkrankung auf. Die Erreger gelangen von dem Ausgangsherd, der durch die lokale Infektion im Körper entstanden ist, mit Verzögerung durch oder schubweise Ausschüttung aus diesem Ausgangsherd über den in entferntere Körperregionen oder Organe und verursachen dort oder auch Krankheitsabläufe. Eine ist eine Infektion, bei der sich die Erreger durch Einschwämmung per Blutbahn über ein gesamtes Organsystem (beispielsweise das , etwa bei Meningitis, Poliomyelitis, Enzephalitis, Tollwut, Botulismus, Tetanus und Listeriose) oder den ganzen Organismus ausbreiten.

Unterscheidung nach anderen systematischen Gesichtspunkten

Die vertikale Infektion ist eine Infektion von einem Wirt zu seinen Nachkommen. Dabei werden pränatale oder intrauterine Übertragungen vor der Geburt von perinatalen Infektionen während der Geburt und postnatalen Infektionen unmittelbar nach der Geburt unterschieden. Unter einer horizontalen Infektion versteht man in Abgrenzung zur vertikalen Infektion die Übertragung auf andere Populationsmitglieder.

Epidemiologie

Am weitaus häufigsten sind en und en, aber auch en, oder en kommen weltweit millionenfach vor. Prionenkrankheiten sind beim Menschen sehr viel seltener. Einige Krankheiten sind nur in bestimmten Regionen , so kommen en in der Regel nur in wärmeren Klimazonen vor. Bei ihnen ist oftmals auch die Verbreitung des übertragenden Vektors entscheidend. Infektionskrankheiten wie die Grippe ''(Influenza)'' häufen sich saisonal. Im Abstand von Jahren oder Jahrzehnten treten dabei größere n auf.

Auch von historischen Krankheiten wie der sind Epidemien überliefert. Eine Epidemie, die länderübergreifend oder sogar weltweit auftritt, heißt .

Schätzung der Häufigkeit von tödlichen Infektionen laut

{| class="wikitable"
!rowspan="2"|Krankheit
!colspan="3"|Jährliche Todesfälle
|-
!2002
|-
||1,3 Millionen
|0,4 Millionen
|0,4 Millionen
|-
||611.000
|90.956
||-
||294.000
|9.989
||-
||214.000
|53.724
||-
||173.000
|278.812
||-
||157.000
|95.558
||-
||103.000
|110.830
||-
||48.000
|3.077
|

|}

Dies sind grobe Schätzungen, die auch genau in ihrer Definition hinterfragt werden müssen. An der akuten Hepatitis stirbt man eher selten. Die Folgen einer chronischen (, ) sind in Asien aber eine recht häufige .

Symptome

Typische ist eine Infektionskrankheit.

Die Symptomatik einer Infektionskrankheit hängt also zum einen mit der Schadwirkung des Erregers zusammen, zum anderen aber auch mit der Reaktion des s. Entsprechend sind Infektionen bei Menschen mit schwachem Immunsystem oft gefährlich unauffällig und schwer zu , weil Fieber, Krankheitsgefühl und im fehlen.

Typische sind eine , eine schwere (z. B. ), eine bei en. Schleichend, aber auch gefährlich ist eine oder eine . Vor allem bei geschwächtem Immunsystem (, , Alter) kann auch eine Lungenentzündung oder jede andere Infektion lebensbedrohend sein.

Diagnostik

Eine wichtige Voraussetzung zur Bekämpfung einer Infektionskrankheit ist eine genaue , d. h. das Erkennen des Erregers und seiner Eigenschaften. Zur Diagnose und Prognose hilfreich ist die Kenntnis der bei Infektionskrankheiten regelmäßig auftretenden Veränderungen des Blutbildes. In Fällen mit bedrohlichem Krankheitsverlauf kann eine genaue Diagnose bei einer schweren Infektionserkrankung allerdings nicht abgewartet werden, sondern es wird mit oder eine Therapie begonnen, die alle wahrscheinlichen Erreger, wie z. B. zunächst und , treffen soll (kalkulierte Therapie). Deuten jedoch alle Anzeichen auf als Erreger, ist ggf. der sofortige Einsatz von erforderlich.

Viele Bakterien und auch Pilze lassen sich auf oder ähnlichen Nährmedien anzüchten. Außerdem kann man sie nach Färbung (z. B. ) unter dem betrachten. Bei Viren oder intrazellulären Bakterien wäre dazu eine bzw. ein nötig. Für den klinischen Einsatz praktikabler sind oft modernere Methoden, die in s durchgeführt werden. Bei molekularbiologischen Methoden weist man Erbinformation des Erregers z. B. mittels der nach. Bei immunologischen Methoden weist man nach, die das gegen spezifische Oberflächenstrukturen, sog. e bildet, oder man benutzt umgekehrt Antikörper, um Antigene des Erregers nachzuweisen. Es gibt auch andere charakteristische Bestandteile bestimmter Erreger, die man nachweisen kann (z. B. ). e sind heute nur noch in Ausnahmefällen erforderlich, z. B. bei . wird auch durch Hauttests diagnostiziert (, ).

Prävention und Therapie

Hygiene und en haben maßgeblich zur Verringerung von Infektionskrankheiten beigetragen. Im ischen Bereich sind routinemäßig Maßnahmen der , zum Beispiel , Barrieremaßnahmen wie , Flächendesinfektion und Abfallentsorgung, sowie die Verwendung von keimarmem bzw. Material vorgesehen. Welche Hygienemaßnahmen bei den verschiedenen Infektionserkrankungen anzuwenden sind, um deren Weiterverbreitung zu vermeiden, schreibt die in ihrer Empfehlung ?Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten? fest (Stand: September 2015).

Auf der anderen Seite beachtet man heute die Widerstandsfähigkeit des .'' Band 169, Nr. 1, Januar 2009, S. 62?67, </ref>

Die ambulante und klinische Versorgung von Patienten mit Infektionskrankheiten erfolgt im Rahmen der haus- oder fachärztlichen Behandlung. Bei Infektionen mit Erregern, bei denen im stationären Bereich die Gefahr der Übertragung besteht, werden die Patienten in untergebracht und behandelt. Bei hochansteckenden Infektionen ist unter Umständen eine Unterbringung auf einer angezeigt. Solche maßnahmen können im Rahmen der Gefahrenabwehr behördlich angeordnet werden.

Eine der ältesten infektiologischen Abteilungen ist die ''Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie'' der speziell zur Behandlung von Tropenkrankheiten gegründet.

Wenn notwendig und möglich, werden Infektionskrankheiten mit , , oder bekämpft. Schwere Infektionsherde müssen manchmal saniert werden. In der gilt die Wirkung pflanzlicher Heilmittel als begrenzt und in ernsthaften Erkrankungsverläufen als nicht ausreichend.

Siehe auch

Literatur

  • mit besonderer Berücksichtigung von unbehandelten Brunnenwasser als Infektionsreservoir.'' In: ''Hygiene und Medizin.'' Band 29, Nr. 11, 2004, S. 418?422, .
  • Christian Conrad: ''Krankenhaushygiene damals und heute ? was hat sich geändert?'' In: ''Hygiene und Medizin.'' Band 29, Nr. 6, 2004, S. 204 ff.,
  • Michael K. Faulde: ''Ratten und Mäuse ? unterschätzte Überträger und Reservoire gefährlicher Infektionskrankheiten?'' In: ''Hygiene und Medizin.'' Band 29, Nr. 6, 2004, S. 206?216.
  • : ''Wächst die Seuchengefahr?: Globale Epidemien und Armut; Strategien zur Seucheneindämmung in einer vernetzten Welt.'' Unter Mitarbeit von Susan Schädlich. Hrsg. von Klaus Wiegandt. [Forum für Verantwortung]. Fischer-Taschenbuch, Frankfurt a. M. 2008, ISBN 978-3-596-17664-9.
  • M. Klude, U. Seebacher, M. Jaros: ''Potenzielle Gefährdung von Mensch und Umwelt durch Desinfektionsmittel in der Krankenhaushygiene: Eine vergleichende Bewertung.'' In: ''Krankenhaus Hygiene und Infektionsverhütung.'' Band 24, Nr. 1, 2002, , S. 9?15.
  • Helge Kampen: ''Vektor-übertragene Infektionskrankheiten auf dem Vormarsch? Wie Umweltveränderungen Krankheitsüberträgern und -erregern den Weg bereiten.'' In: ''Naturwissenschaftliche Rundschau.'' Band 58, Nr. 4, 2005, , S. 181?189.
  • , Wolfgang Wegner (Hrsg.): ''Enzyklopädie Medizingeschichte.'' De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 667?671.
  • : ''Die Geschichte der Infektionskrankheiten. Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert.'' (= ''Fortschritte in der Präventiv- und Arbeitsmedizin.'' Band 6). ecomed, Landsberg am Lech 1997, ISBN 3-609-51220-2.
  • Kurt-Martin Mayer: ''Parade der Keime. Deutschlands Seuchenexperten reihen erstmals Infektionserreger nach deren Gefährlichkeit.'' In: ''FOCUS.'' Heft 10, 2007, S. 44 (betr. vom Robert Koch-Institut in Berlin erarbeitete Rangfolge von 85 Infektionserregern)
  • Kurt-Martin Mayer: In: ''FOCUS.'' Heft 14/2007, S. 42/43 (Fälle von Borreliose, FSME, Hanta-Fieber, Q-Fieber, Malaria, Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber, Babesiose, '''').
  • Max Micoud: ''Die ansteckenden Krankheiten.'' In: Jean-Charles Sournia, Jacques Poulet, Marcel Martiny, Richard Toellner, Peter Hucklenbroich et al.: ''Illustrierte Geschichte der Medizin.'' Band I?IX, Andreas, Salzburg 1980?1982; Sonderauflage in sechs Bänden, Andreas, Salzburg 1986, Band IV, S. 2184?2235.
  • Clark Donald Russell: ''Eradicating Infectious Disease: Can We and Should We?'' In: ''Frontiers in Immunology.'' 11. Oktober 2011, .
  • : ''Elf ansteckende Krankheiten vor 1300.'' In: ''Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften.'' Band 16, 1917, S. 132?134.
  • Karl Sudhoff: ''Die acht ansteckenden Krankheiten einer angeblichen Baseler Ratsverordnung vom Jahre 1400.'' In: ''.'' Band 21, 1929, S. 219?227.
  • Karl Wurm, A. M. Walter: ''Infektionskrankheiten.'' In: (Hrsg.): ''Lehrbuch der Inneren Medizin.'' Springer-Verlag, Berlin/ Göttingen/ Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 9?223.

Weblinks

  • Berlin-Institut
  • durch das RKI
  • ? Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über Infektionen bei Kindern im Alter von 0?6 Jahren
  • ? Aktuelle Statistiken zu meldepflichtigen Infektionskrankheiten in Deutschland
  • Skript zum Thema ?Infektionskrankheiten?
  • ? Die Bestimmung der finanziellen Bürde von Antibiotikaresistenz in Europa

Einzelnachweise